Digitale Kameras
Digitale Kameras sind aus den privaten Haushalten und in professionell arbeitenden Fotoateliers gar nicht mehr wegzudenken. Ähnlich wie die CD haben digitale Kameras ihren Siegeszug über einen kurzen Zeitraum in die Welt der Fotografie gehalten. Eine digitale Kamera ist ein Fotoapparat, der als Aufnahmemedium anstatt eines Films einen elektronischen Bildwandler Bildsensor und ein digitales Speichermedium enthält.
Die Geschichte der Digitalkamera nimmt mit der 1963 von dem US-Amerikaner David Paul Gregg erfundenen Videodisk-Kamera ihren Anfang. Obgleich ihre Bilder nur ein paar Minuten gespeichert werden konnten, ist sie doch die erste Kamera, die optische Bilder digital speichern konnte.
Im Jahre 1969 wurde dann die Basis des CCD – charged coupled device – von Willard Boyle und George Smith entwickelt. Das CCD, welches ursprünglich als Datenspeicher gefertigt wurde, ist ein lichtempfindlicher Chip, auf dem Bilder gespeichert werden können. Diese Erfindung ist der endgültige technische Durchbruch auf dem Weg zur digitalen Fotografie und Entwicklung von digitalen Kameras.
Digitale Kameras wurden ab Mitte der 1980er Jahre zunächst vorwiegend von professionellen Fotografen im Bereich der Mode- und Werbefotografie, später ab Mitte der 1990er Jahre auch in der Reportagefotografie verwendet. Frühe serienreife Modelle wurden von Apple, Sony und Canon angeboten. Hersteller wie Konica Minolta, Nikon und Olympus folgten. Im Heimanwenderbereich setzen sich Digitalkameras ab Ende der 1990er Jahre durch und erzielen aufgrund rapide fallender Preise mittlerweile höhere Umsätze als analoge Fotogeräte, manche Hersteller haben inzwischen die Herstellung analoger Modelle ganz eingestellt oder stark reduziert.
Damit verbunden ist eine rege Belebung des gesamten Fotohandels, der vor Einführung der Digitalkameras als gesättigt und technologisch ausgereizt galt.
